Deutsche Schule Budapest
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Zeitzeugengespräch mit Éva Pusztai

20. Oktober 2011

Nach ihrem Besuch im Schuljahr 2010-2011 hatten auch in diesem Schuljahr Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 und 12 die außergewöhnliche Gelegenheit mit Éva Pusztai ins Gespräch zu kommen.

Als ungarische Jüdin wurde Éva Pusztai im Sommer 1944 jäh aus ihrem bisherigen Leben gerissen und mit ihrer Familie von Debrecen nach Auschwitz deportiert. Nach sechswöchiger Internierung in Auschwitz wurde sie in das zum Konzentrationslager Buchenwald gehörende Außenlager Münchmühle nach Deutschland verlegt, wo sie als Zwangsarbeiterin in einer Granatenfabrik im hessischen Allendorf arbeiten musste. Éva Pusztai, geb. 1925, lebt heute in Budapest und begann 59 Jahre nach ihrer Befreiung, über den Holocaust und ihre Erfahrungen zu sprechen. Frau Pusztai hat unter ihrem Mädchennamen Éva Fahidi ihre Erlebnisse auf Deutsch in dem Buch „Die Seele der Dinge“ zusammengefasst, das sie im Juni 2011 in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin erstmalig der deutschen Öffentlichkeit vorgestellt hat.

Éva Pusztai bewegte Schüler und Eltern mit der Erzählung über ihr Schicksal und beeindruckte alle Anwesenden mit ihrem Bekenntnis zu Menschlichkeit und Würde. Auch auf diesem Wege möchte sich die Deutsche Schule Budapest noch einmal herzlich bei Frau Pusztai für Ihr Kommen und für Ihre Bereitschaft zum Gespräch mit unseren Eltern und Schülern bedanken.