Die
Grenzöffnung zwischen Ungarn und Österreich sowie der Fall der Berliner
Mauer und des Eisernen Vorhangs sind Ereignisse, die für die Deutsche
Schule Budapest eine besondere Bedeutung haben. „Dieser historischen
Wende verdanken wir die Existenz unserer deutsch-ungarischen
Begegnungsschule“, erklärte Schulleiter Klaus Eberl im Rahmen einer
Podiumsdiskussion zur Grenzöffnung in Ungarn 1989. Zur Erinnerung an das
Jubiläum hat die Schule deshalb das Projekt „Grenzen ziehen, Grenzen
öffnen“ initiiert. Sie will damit die Schülerinnen und Schüler zur
Auseinandersetzung mit dem geschichtsträchtigen Jahr 1989 anregen.
Zum
Auftakt des Projekts fand am 24. April 2009 eine Podiumsdiskussion in
der vollbesetzten Aula der Deutschen Schule Budapest statt. Prominente
Zeitzeugen und politische Experten, u. a. Georg von Habsburg,
Sonderbotschafter Ungarns bei der EU, und Géza Jeszenszky, der ehemalige
ungarische Außenminister, folgten der Einladung und diskutierten mit
Professor István Németh und dem Abgeordneten Zoltán Balog die
Hintergründe der Grenzöffnung in Ungarn. Im Beisein der Botschafterin
der Bundesrepublik Deutschland, I.E. Frau Dorothee Janetzke-Wenzel, und
des Botschafters der Republik Österreich, S.E. Herr Dr. Michael
Zimmermann, berichteten die Podiumsgäste auch von ihren persönlichen
Eindrücken und Erlebnissen.
Neben
der Diskussion um die historischen Fakten und Begebenheiten waren es
vor allem die zahlreichen Anekdoten und Bonmots, die gewöhnlich nicht in
den Geschichtsbüchern zu finden sind, welche den besonderen Reiz der
etwas anderen Geschichtsstunde ausmachten und die Schülerinnen und
Schüler der Oberstufe sowie die Ehrengäste der Deutschen Schule Budapest
begeisterten.
Die
Lehrkräfte Dr. Anat Kálmán und Frank Jung, die die Moderation der
Podiumsdiskussion übernahmen, waren mit ihren Kollegen Gábor Neugebauer
und Lajos Mendly für die Vorbereitung der Veranstaltung verantwortlich.




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