Ein Bericht von Paula Klötzke, Klasse 6a:
Am Freitag, dem 6.11.09 machten wir einen Ausflug in die einzige Müllverbrennungsanlage Ungarns. Nach langer Fahrt mit Straßenbahn und Bus waren wir endlich da. Als Erstes kamen wir in einen Raum, wo uns eine Frau die Müllverwertungsanlage erklärte. Sie sprach nur Ungarisch, so war es für diejenigen von uns, die nur wenig Ungarisch verstanden, etwas langweilig. Allerdings sahen wir uns danach noch einen Film an, der auf Deutsch war und eigentlich die gleichen Informationen enthielt. Dabei erfuhren wir auch, dass diese Müllverbrennungsanlage eine der modernsten in Europa ist, dass die 4 Öfen, die es dort gibt, bis zu 1120°C heiß werden können und dass die Anlage im Jahr 420 000 Tonnen Müll verbrennen kann. Wer mehr über die Geschichte der Anlage wissen möchte, der klicke bitte hier.
Der Computerraum
Als Erstes mussten wir uns Helme aufsetzten, was sehr lustig aussah. Danach betraten wir das Innere der Müllverbrennungsanlage. Überall waren viele Rohre und es war ziemlich warm und roch nach Müll. Die Frau, die uns im ersten Raum die Müllverwertungsanlage erklärt hatte, führte uns in einen Raum, wo ungefähr 10 Computer standen, an denen je ein Mensch saß. Hier trennten wir uns von der Klasse 6s. Die a blieb in dem Computerraum, die s ging schon zum nächsten Raum. An den Wänden waren viele Knöpfe, die wir natürlich nicht berühren durften. Die Menschen vor den Computern notierten sich ununterbrochen etwas in die Tabellen, die sie vor sich liegen hatten. Im Computerraum trafen wir auch auf einen Mann, der uns durch die übrigen Räume führen sollte.
Der Schlackenraum
Der Mann führte uns in eine riesige Halle. Dort lagerte die Schlacke. Die Schlacke wurde mit einem Greifarm in einen Trichter geworfen und dann in regelmäßigen Abständen ein Fließband hinauf getragen. Da stand dann ein Mann, der die größten Metallstücke aussortierte. Das Fließband führte zu einem Magneten, der dann auch die kleinen Stücke entfernte.
Der Fahrstuhl
Im Fahrstuhl fuhren wir 20m höher. Dort oben roch es noch stärker nach Müll, so dass sich manche von uns, die Nase zuhielten.
Der Mülllagerungsraum
Wir kamen in einen kleinen Raum, an dessen Wand, gegenüber von uns große Fenster waren. Durch diese hatten wir den Ausblick auf eine große Halle, in der 65-70% Müll aus Budapest von diesem Vormittag gelagert wurde. Das war ziemlich viel! Mit einem Greifarm wurde der Müll in vier verschiedene Trichter geworfen. Die vier Trichter führten jeweils zu einem Ofen, wo der Müll dann verbrannt wurde.
Die Halle
Den letzten Raum, den wir besuchten war kein Raum, sondern eine Halle. Es war sehr beeindruckend, da wir uns auf Metallgittern bewegten, so dass man durch deren Löcher viele Etagen nach unten blicken konnten. Zum Glück hatte keiner von uns Höhenangst. Wir kamen auch an kleinen Rohren vorbei, in denen, wie unser Führer uns erklärte, Gas war. Wir machten eine Art Rundgang in der Halle. An einer Stelle waren die Gitter, auf denen wir liefen, so heiß, dass wir die Wärme durch unsere Schuhsohlen hindurch spürten.
Alles in allem war es ein sehr interessanter Ausflug!!!
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